Wie heute bekannt wurde, planen die Betreiber der Seite "The Pirate Bay" (TBP) diese für 5,5 Millionen Euro an an den Werbeddienstleister "Global Gaming Factory X" (GGF) zu verkaufen. Dies wurde im Blog von thepiratebay.org bereits verifiziert.
"The Pirate Bay" bietet eine Quelle für Torrent-Dateien, welche zum Download aus dem Filesharingnetzwerk notwendig sind und wurde deshalb vor kurzem in einem zweifelhaften Gerichtsverfahren in erster Instanz verurteilt.
In einer Pressemeldung kündigt GGF an, TPB in die "Legalität" zu führen. Sprich, das bisherige autonome Verhalten zu unterbinden und ein Geschäftsmodell aufzubauen.
Die Piratenpartei Österreichs distanziert sich von der Entscheidung der bisherigen TPB-Betreiber, da dieser Verkauf ein falsches Signal in die Welt setzt, gerade weil sich die Betreiber stets von der Rechtmäßigkeit ihres Angebots überzeugt zeigten. TPB war ein Symbol dafür, dass das Recht auf freien Informationsaustausch über den Interessen der Verwertungsverbände steht welche versuchen ihr unzeitgemäßes Geschäftsmodell aufrecht zu halten. Alles was TPB ist basierte auf deren Benutzern die der Seite ihr Vertrauen aussprachen. Durch die Übernahme werden sich die Benutzer fragen müssen, ob sie weiter Teil dieses Projektes sein wollen. Hier zeigen sich deutliche Paralellen mit Napster auf. Der Name und die Software können zwar verkauft werden, ohne das Vertrauen der Internetgemeinschaft wird das Angebot seine Qualität aber nicht aufrechterhalten können. Und wie damals wird die Gemeinschaft auch diesmal Alternativen finden, die ihr Vertrauen verdient haben.
Die PPÖ wird auch weiterhin für ein faires, zeitgemäßes Copyright eintreten und die Kriminalisierung der Kunden durch die Medienindustrie auch in Zukunft mit allen uns gebotenen Mitteln bekämpfen.
Rückfragen an den Vorstand:
Harald Haas
harald.haas (at) piratenpartei (dot) at
(+43) 660 555 39 70
Matthias Weiler
matthias.weiler (at) piratenpartei (dot) at
(+43) 664 413 74 79