Willkommen

Die Piratenpartei Österreichs wurde im Jahr 2006 gegründet. Wir nehmen uns Themen an, die andere Parteien wenig bis gar nicht aufgreifen, für den Fortbestand unserer Gesellschaft aber extrem wichtig sind. Unsere vier Kernziele sind:

  • Schutz der Privatsphäre
  • Reform des Patentrechts
  • Freier Wissens- und Bildungszugang
  • Reform des Urheberrechts

Informationen: Mail an den Bundesvorstand

Piratebay vor dem Verkauf an eine Werbefirma

Wie heute bekannt wurde, planen die Betreiber der Seite "The Pirate Bay" (TBP) diese für 5,5 Millionen Euro an an den Werbeddienstleister "Global Gaming Factory X" (GGF) zu verkaufen. Dies wurde im Blog von thepiratebay.org bereits verifiziert.
"The Pirate Bay" bietet eine Quelle für Torrent-Dateien, welche zum Download aus dem Filesharingnetzwerk notwendig sind und wurde deshalb vor kurzem in einem zweifelhaften Gerichtsverfahren in erster Instanz verurteilt.
In einer Pressemeldung kündigt GGF an, TPB in die "Legalität" zu führen. Sprich, das bisherige autonome Verhalten zu unterbinden und ein Geschäftsmodell aufzubauen.

Die Piratenpartei Österreichs distanziert sich von der Entscheidung der bisherigen TPB-Betreiber, da dieser Verkauf ein falsches Signal in die Welt setzt, gerade weil sich die Betreiber stets von der Rechtmäßigkeit ihres Angebots überzeugt zeigten. TPB war ein Symbol dafür, dass das Recht auf freien Informationsaustausch über den Interessen der Verwertungsverbände steht welche versuchen ihr unzeitgemäßes Geschäftsmodell aufrecht zu halten. Alles was TPB ist basierte auf deren Benutzern die der Seite ihr Vertrauen aussprachen. Durch die Übernahme werden sich die Benutzer fragen müssen, ob sie weiter Teil dieses Projektes sein wollen. Hier zeigen sich deutliche Paralellen mit Napster auf. Der Name und die Software können zwar verkauft werden, ohne das Vertrauen der Internetgemeinschaft wird das Angebot seine Qualität aber nicht aufrechterhalten können. Und wie damals wird die Gemeinschaft auch diesmal Alternativen finden, die ihr Vertrauen verdient haben.

Die PPÖ wird auch weiterhin für ein faires, zeitgemäßes Copyright eintreten und die Kriminalisierung der Kunden durch die Medienindustrie auch in Zukunft mit allen uns gebotenen Mitteln bekämpfen.

Rückfragen an den Vorstand:

Harald Haas
harald.haas (at) piratenpartei (dot) at
(+43) 660 555 39 70

Matthias Weiler
matthias.weiler (at) piratenpartei (dot) at
(+43) 664 413 74 79

ÖBB sperren kritische Website für Mitarbeiter

Die Österreichischen Bundesbahnen sperren für ihre Mitarbeiter den Zugang zu der ÖBB-kritischen Website EisenBahn Forum Österreich (EBFÖ). Die Beiträge auf der Seite werden offensichtlich von "Insidern" verfasst, die mit den ÖBB teilweise hart ins Gericht gehen.
Laut Alfred Ruhaltinger (Leiter der externen Kommunikation bei den ÖBB) werde die Plattform zu 70 Prozent von ÖBB-Mitarbeitern genutzt. (Woher weis der Mann das eigentlich?!). Die ÖBB hätten "eine ganze Menge an Websites für Mitarbeiter gesperrt, nämlich alles, was mit Sex, Gewalt und Glücksspiel zu tun hat" , die Sperre habe aber keinesfalls etwas mit dem Inhalt der Seite zu tun sondern dass es nicht erwünscht sei, dass Beschäftigte ihre Arbeitszeit mit privaten Surfen verbringen, meinen die ÖBB. (orf-futurezone)
Jo eh, und zu Ostern legen Hasen bunte Eier ...
Dass die ÖBB mit kritischer Berichterstattung ein massives Problem haben, zeigte sich schon 2006 als der damalige ÖBB-Chef die Zeitungen "Die Presse", "Der Standard", "Salzburger Nachrichten" und "WirtschaftsBlatt" mit einem Inserate-Bann belegte, nachdem diese gewagt hatten über interne Querellen in der Führungs-Etage zu berichten.

Österreichische Zeitungen fordern Zugriff auf IP-Adressen

Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) fordert zur Durchsetzung seiner Interessen jetzt auch den Zugriff auf die kommende Vorratsdatenspeicherung. (orf-futurezone)
O-Ton: "Datenschutz darf nicht als Deckmantel für Rechtsverletzungen missbraucht werden."
Dass diese Forderung genau einen Tag nach der (Wieder-)Einführung der Zensur in Deutschland auftaucht ist wohl kein Zufall.
Dass sie aber gerade von einer Branche kommt, die zum grössten Teil vom gegenseitigen Abschreiben bzw. vom unkritischen Abtippen von Agenturmeldungen sowie vom hemmungslosen Raubzitieren aus Wikipedia lebt, kann man auf gut Wienerisch wohl als Chuzpe bezeichnen.
Der VÖZ hat zwar bereits bei einer Tagung seiner gemeinsam mit der IFPI-Austria betriebenen Lobby-Vereinigung "Plattform Geistiges Eigentum" bezüglich ähnlicher Forderungen eine eindeutige Absage von Justizministerin Bandion-Ortner bekommen, aber offensichtlich sind die Herrschafen lernresistent.

Bayern will Österreichischen Spieleversand indizieren

Der Regulierungswahn unserer nördlichen Nachbarn treibt immer absurdere Blüten: Die "Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten" (KJM) hat einen Antrag auf Indizierung der Webseiten des Österreichischen Spieleversandes "Gameware" gestellt.
Begründet wird das Ansuchen mit drohender "sozial-ethischer Desorientierung", "Verrohung Heranwachsender" und "nachhaltigem Empathieverlust" durch die Website..
Vielleicht ist den Herrschaften ja entgangen, dass Österreich seit mittlerweile über 60 Jahren NICHT mehr Teil des Deutschen Reiches ist - oder sie halten sich an den alten Spruch "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen". Den Betreibern kann es eigentlich egal sein, das schlimmste was ihnen derzeit droht ist ein Werbe- bzw. Namensnennungsverbot in deutschen Medien und die Sperre in deutschen Suchmaschinen. Das dürfte wohl durch den Streisand-Effekt bei weitem wieder wettgemacht werden.
Vielleicht aber auch wird die Seite in Zukunft auf der Sperrliste des Deutschen Kinderpornoislampropagandaraubkopierer-Filters stehen.

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